Tincuta Heinzel und Lasse Scherffig präsentieren
Signal to Noise_Tincuta Heinzel_Lasse Scherffig

Sonntag, 13.04.2014
16 Uhr
Opekta Ateliers
öffentliche Präsentation der "Work-in-Progress" und Gespräch mit den Künstlern

Signal to Noise (working title) ist eine Audioinstallation zur Materialität ideologischer Diskurse und der Imaginarität des diskursiven Gegenüber. Die Installation nutzt zwei Radiosender, die auf der selben Frequenz funken und sich gegenseitig stören. Zuhörer_innen können sich mit tragbaren Radios durch den Raum zwischen beiden Sendern bewegen, wobei ihre Bewegungen und die Interferenzen der Radiowellen einen sich ständig verändernden, instabilen akustischen Raum erzeugen. Die Sender greifen auf Archivmaterial des prägenden ideologischen Konflikt des vergangenen Jahrhunderts zurück: den zwischen Ost und West. Auf der einen Seite steht Radio Free Europe, das als CIA-finanzierter westlicher Radiosender Sendungen für einen Ostblock ausstrahlte, zu dem allenfalls mittelbarer Zugang bestand – weil das Wissen über „den Osten“ im Wesentlichen als ideologisch gefärbte Imagination über die Welt hinter dem eisernen Vorhang existierte. Dem gegenüber steht das rumänische Staatsradio. Beide Sender fungieren dabei physikalisch als Störsender des jeweils anderen, womit der ideologische Kampf um die „hearts and minds“ der Bevölkerung genau so nachgezeichnet wird, wie der ganz konkrete Kampf um die Kontrolle über das grenzüberschreitende Radiospektrum.

Gastkünstlerin im März/April 2014
Installation Diane Morin

Wir begrüßen unsere aktuelle Gastkünstlerin Diane Morin aus Montréal/Kanada, die bis Ende April bei OPEKTA bleiben wird.
Diane Morin arbeitet mit den Elementen Licht, Sound, Zeichnung und Robotik, die sich in raumbezogenen kinetischen Arbeiten mit auditiven und lichtwechselnden Atmosphären widerspiegeln. Im Kontext ihrer Residency bei OPEKTA wird Diane an neuen Installationen arbeiten: Aus alten elektronischen Geräten und gefundenen Objekten entwickelt sie einfache Rechensysteme. Dabei interessiert sie sich für die Frage, wie diese Systeme benutzt werden können, um Ereignisse und Daten im Verhältnis zu Zeit und Raum zu erzeugen und zu speichern.
Nähere Informationen über kommende Veranstaltungen und Vorträge folgen in Kürze.

We warmly welcome our new artist in residence Diane Morin from Montréal/Canada, who will stay at OPEKTA until the end of April.
Diane works with light, sound, drawings and robotics to create site-specific installations in which kinetic, sonic and luminous events occur. In the context of her residency at OPEKTA Diane will develop new installations using obsolete electronic devices and found objects to create simple computational systems. She is interested in how these systems can be used to generate and store data and events in relation to time and space.
We´ll keep you updated about future events and talks.