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Mit der winzigen aber nicht belanglosen Tatsache des Schiebens von Pigmentkörpern auf Papier fängt Stefan Baumann an, seine Figuren zu formieren und ihnen mittels eines Striches, einer Wölbung einen Charakter zu geben; Vielleicht so etwas wie eine Identität, doch eine vorläufige, denn die ist – oft in der Fragilität eines Blattes Papier angesiedelt – gewissermaßen gefährdet. Sie ist dazu prädestiniert, jederzeit verändert oder zerstört zu werden, achtlos übereinander auf dem Boden gelagert, zu verkleben und ihre eigenen Spuren zu verwischen.

Diese sensiblen Zeitgenossen tauchen in den Arbeiten auf Leinwand wieder auf – aber verändert. Dort sind sie in Resten von Goldpigment zu finden, worin sie eintauchen, verschwinden oder sich mittels anderer Pigmente ihrer erwehren. Darin werden sie zwiespältige Gestalten, die miteinander agieren, sich bekämpfen oder als vereinzelte Pigmentpunkte in der Masse ihre Existenzberechtigung behaupten. Im Äußersten werden sie zu Zeichen von Körpern, die sich in einem ‘fast’ architektonischem Raum befindend, nach der Revolution schreien.

www.baumannstefan.de

o.T., 2021, Stefan Baumann
o.T., 2021, Stefan Baumann
o.T., 2021, Stefan Baumann
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